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Gottesdienst mit Power Point -
Sternstunde
Einige trauten ihren Augen und Ohren nicht, als der diesjährige Vorstellungsgottesdienst der Konfirmanden begann. Vorne in der Kirche war ein Computer stationiert. Auf der Leinwand erschienen die Konfirmanden und vorgestellt wurden sie mit einer Computerstimme. Thema des Gottesdienstes: "Unsere Zukunft steht in den Sternen". Es folgten Heiterkeit ... und große Nachdenklichkeit. Noch im Anschluss wurde in vielen Familien diskutiert. Das Echo: Von "Ich bin tief beeindruckt" bis "Ich wäre am liebsten aufgestanden und nach Hause gegangen."
Gottesdienst mit Power Point - so heißt das Computerprogramm - und mit weltlicher Musik. Eine Band spielte Lieder von Phil Collins live. Die Eingangsmusik war so beeindruckend, dass die Konfirmanden auch unter den Klängen von "Also sprach Zarathustra", gespielt von den New Yorker Philharmonikern, in die Kirche einzogen. Und das, was die Konfirmanden über ihre Zukunftsängste und Zukunftshoffnungen der Gemeinde zumuteten, löste wiederum die unterschiedlichsten Gefühle aus. "Ich weiß nicht, wann ich das letzte mal in einem Gottesdienst herzhaft lachen und gleichzeitig Tränen der Rührung in den Augen hatte." "So sollte Gottesdienst öfter sein, dann würde ich auch öfter kommen". "Das war unserem Opa zu weltlich, aber uns hat es gefallen."
Dass die Vorstellungsgottesdienste sich einem besonderen Thema widmen, hat sich in den letzten Jahren durchgesetzt. Immer mehr Jugendliche, Konfirmierte der vergangenen Jahre lassen sich diesen Gottesdienst nicht entgehen.
Aber die Frage bleibt: Darf man das? Oder sogar: Müsste/könnte man nicht viel öfter so? Ist die Zeit vorbei, in der eine bestimmte Gottesdienstform alle Menschen gleichzeitig anspricht?
Wir machen die Erfahrung seit Jahren an Heilig Abend, dass verschiedene Gottesdienstformen immer mehr Menschen ansprechen. An einem Tag haben wir drei Gottesdienste: Einen für kleine Kinder (oft mit ihren Eltern oder Großeltern) einen für Jugendliche und Junggebliebene. Und einen Spätgottesdienst für Menschen, die nachdenken wollen und gleichzeitig 'zur Ruhe' kommen wollen. Nun wollen wir dieses Konzept auch innerhalb des Kirchen-Jahres anbieten.
Gottesdienste in ganz neuer Form. Warum? Weil wir Menschen in die Kirche 'fangen' wollen? Nein! Einfach deshalb, weil wir - und viele andere - spüren: Neue Gottesdienstformen, mit neuer Musik, die mein Leben bereichert, mit Themen, die uns wichtig sind, Texten die mich verstehen, eingebunden in eine Gemeinschaft mit Menschen, die meinen Glauben und meine Zweifel teilen und miteinander feiern, dies tut uns gut. Alte Formen sollte es weiterhin geben, sie sind vielen Menschen wichtig. Aber wir wollen - wohl im Herbst - beginnen, alle 4 bis 8 Wochen einen Gottesdienst (Sonntag oder Samstag Abend) zu gestalten und zu feiern, wie er uns gut tut.
"Sternstunde" wollen wir diese Gottesdienstform nennen. Im Anschluss wollen wir im Gemeindehaus weiter feiern. Wir - das ist ein großer Teil des Kirchenvorstands Villingen. Haben Sie Lust mitzumachen - ab und zu? Haben Sie Vorschläge und Kritik? Sprechen Sie uns an! Sternstunde!
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