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Lebensmittel verteilen statt vernichten!
Hungener Tafel geplant

Geplante Gründung der Hungener Tafel – Ihre Hilfe ist gefragt

Infoabend am 16.6. um 20 Uhr im Ev. Gemeindehaus, Hungen

Der Diakonieausschuss der Ev. Kirchengemeinde Hungen bereitet die Gründung einer Hungener Tafel vor. Bedürftige erhalten hier Lebensmittel, die in den Lebensmittelgeschäften übrig bleiben. Die Mitglieder des Diakonieausschusses unter Leitung von Dekanin Barbara Alt brachten die Entstehung einer Tafel in Hungen auf ihrer Sitzung am 18. Mai einen großen Schritt voran. Nun ist am 16. Juni ein Informationsabend um 20 Uhr im Gemeindehaus geplant, der möglichst viele ehrenamtliche Helfer für das Konzept der Tafel begeistern und zur Mitarbeit ermutigen möchte.

Rund 400 der ehrenamtlich betriebenen Tafeln sind in Deutschland seit 1993 entstanden, zuletzt auch in unmittelbarer Nachbarschaft. In Grünberg betreibt das Diakonische Werk Gießen unter Federführung von Ariane Brinks eine Lebensmittelausgabestelle, die an zwei Tagen pro Woche über 40 Familien mit Lebensmitteln, die in den Supermärkten, Bäckereien und Metzgereien u.ä. aussortiert werden, versorgt.

Die Anfragen von Bedürftigen haben sich derart erhöht, dass die Öffnung an einem dritten Tag bevorsteht. Bedürftige sind Bezieher von Arbeitslosengeld II, einer geringen Rente sowie anderen geringen Einkünften.

"Wir möchten ähnlich wie in Grünberg arbeiten und gehen von einer vergleichbaren Zahl an Bedürftigen aus. Die Zustimmung der Ländervertretung Hessen des Bundesverbandes 'Deutsche Tafel e.V.' ist uns bereits zugesichert.

Nun suchen wir dringend einen Raum, in dem wir Kühlschränke und Regale stellen können und der Platz für eine Verkaufstheke bietet. Auch ein Auto brauchen wir noch. Hier sind wir auf der Suche nach Sponsoren oder nach einem Auto, das an zwei Tagen von 9-11 Uhr für das Einsammeln der Lebensmittel genutzt werden könnte.

Vor allem aber brauchen wir viele ehrenamtliche Helfer, die bereit sind sich in den verschiedenen Bereichen einer Tafel zu engagieren", erklärt Annette Gümbel, die als Fachstelleninhaberin für Gesellschaftliche Verantwortung in den Dekanaten Grünberg-Hungen-Kirchberg das Projekt in der Startphase hauptamtlich begleitet. Es geht im Einzelnen um den Fahrdienst, der die Lebensmittel abholt, um den Sortierdienst, der die angelieferten Lebensmittel ausräumt, und um den Ladendienst, der den bedürftigen Menschen die Waren aushändigt. Jeder kann dabei selbst bestimmen, wo und wie oft er helfen möchte.

"Uns geht es um Menschen, die in ihren materiellen Nöten auf Hilfe angewiesen sind. Sie möchten wir nicht aus dem Blick verlieren. Besonders dankbar sind wir für die Zusammenarbeit mit dem regionalen Diakonischen Werk Gießen, das die Prüfung der Bedürftigkeit sowie die Beratung der Menschen auch in anderen Bereichen wie Schulden oder Suchtproblemen übernimmt", teilt Dekanin Barbara Alt mit, erfreut darüber, dass sich ein konkretes Engagement ihrer Kirchengemeinde für Menschen , die in Not geraten sind, abzeichnet.

Wenn Sie bereit sind mitzuhelfen, können Sie sich bei Frau Irene Krull unter 06402-2803 (privat) oder 06402-523411 (dienstlich) melden oder am 16. Juni um 20 Uhr ins Gemeindehaus kommen.

Dr. Annette Gümbel
Fachstelle für Gesellschaftliche Verantwortung
Ev. Dekanate Hungen, Kirchberg, GrünbergAutorIn
 

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