|
NN.: Ein wichtiger Grundsatz der Telefonseelsorge besteht darin, daß jede/r Anrufende anonym bleiben kann. Dies gilt auch für die Mitarbeiter. Dies ist wichtig für die vertrauensvolle Atmosphäre während eines Telefongesprächs. Übrigens bleiben die Anrufer auch bei der Telecom anonym. Das Gespräch taucht auch nicht in der Rechnung auf; es ist auch kostenlos.
Kirchturmblick: Ist das Telefon der Telefonseelsorge wirklich rund um die Uhr besetzt?
NN.: Ja, das ist richtig. Die Telefonseelsorge ist Tag und Nacht an jedem Tag der Woche erreichbar. Dies ist möglich, weil über 50 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Zeit für andere Menschen zur Verfügung stellen.
Kirchturmblick: Ehrenamtlich heißt das, dass jede und jeder dort mitmachen kann?
NN.: Im Prinzip ja. Man bewirbt sich, und nach einer Ausbildung von ca. einem Jahr kann man Dienste am Telefon übernehmen.
Kirchturmblick: Welche Menschen rufen denn bei Ihnen an?
NN.: Es sind Menschen, die sich im Augenblick des Anrufs in einer Krise befinden. Durch aktives Zuhören soll das Gespräch dazu dienen, daß der oder die Anrufende wieder ‚Herr der Lage' wird.
Kirchturmblick: Diese Aufgabe ist sicherlich nicht immer leicht.
NN.: Das ist wahr. Besonders die Nachtdienste sind oft belastend. Und wir Mitarbeiter/innen müssen mit all dem fertig werden, was wir hören. Wir finden durch Gespräche mit dem Pfarrer und Supervision Unterstützung. Die große Zahl an Anrufern macht deutlich: diese Einrichtung der Kirche ist wichtig!
Kirchturmblick: Wir danken Ihnen für das Gespräch.
Zurück zur Übersicht |