Weil Menschen Zukunft brauchen
Seelsorge

zugemauertes Tor Ein zugemauertes Tor wie auf dem Foto: Es beschreibt in einem Sinnbild die Situation von Menschen in einer Lebenskrise.

Das kann ein Problem in der Beziehung zum (Ehe-)Partner oder zur (Ehe-) Partnerin sein: Da, wo früher Offenheit und Nähe war, rennt man auf einmal gegen eine Mauer, der Weg zueinander ist versperrt. Es gelingt nicht, die Mauer einzureißen.

Das kann die Belastung sein, die die Pflege eines Angehörigen mit sich bringt: Man ist zuhause angebunden und vom gesellschaftlichen Leben weitgehend ausgesperrt.

Das können Vereinsamung, Überschuldung, Krankheit, der Tod eines Partners, eines Kindes oder eines Elternteils oder Sucht (am verbreitetsten: Alkoholabhängigkeit) sein, die das Tor zum Leben vermauern können.

Die Erfahrung dabei: In einer Lebenskrise kann man diese Mauer allein nicht einreißen. Man braucht Hilfe. In diesem "Kirchturmblick" wird eine Auswahl an Hilfsmöglichkeiten vorgestellt - alle aus dem Bereich der Evangelischen Kirche (die natürlich auf vielen Gebieten mit der Katholischen Kirche zusammenarbeitet).

Gerade in Lebenskrisen wird deutlich, daß zum Leben mehr gehört als das Erfüllen von materiellen Bedürfnissen. "Seelsorge" - Sorge für die Seele - nennen wir deshalb im kirchlichen Bereich diese Hilfe.

Es ist wichtig, daß sie dabei dem Engagement Jesu für Menschen in Not folgt und dem Bild verpflichtet ist, das er vom Menschen gezeichnet hat.

Johannes Fritzsche Das hat für die Hilfe in kirchlichen Einrichtungen Folgen: Sie muß "uneigennützig" sein - und darum ist sie kostenlos, sie dient nicht der Missionierung, sie ist nicht an die Konfession gebunden. Grundsätzlich ist sie für jede(n) offen. Sie ist Hilfe zur Selbsthilfe und läßt die Freiheit zur eigenen Entscheidung. Sie muß außerdem sach- und fachkundig geschehen - der gute Wille allein reicht nicht aus. Darum brauchen Helfer(innen) eine Ausbildung und den Erfahrungsaustausch im Team.

So kann es gelingen, gemeinsam das Tor in die Zukunft wieder zu öffnen!

Es grüßt Sie herzlich Johannes Fritzsche, Pfr.


Zurück zur Übersicht